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  • Psychiatrische Erkrankungen



     Depression

    Jeder kennt es, man fühlt sich bedrückt, traurig oder niedergeschlagen. Oft geschieht dies ohne ersichtlichen Grund, manchmal steht jedoch auch ein einschneidendes Lebensereignis wie Trennung, Tod von Angehörigen, Verlust des Arbeitsplatzes u.Ä. im Hintergrund.

    Ist man über einen Zeitraum von mehr als 14 Tagen traurig und niedergestimmt, verspürt Interessen- und Freudeverlust an Dingen, die normalerweise angenehm waren oder ist vermehrt ermüdbar und verspürt weniger Antrieb als üblich, dann spricht man von der krankhaften Störung der Depression. Diese kündigt sich manchmal schon im Vorfeld durch Anspannung, Schlafstörungen, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen oder Selbstzweifel an.
    Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "Presse" (Wenn die Seele weint).


     Angst- und Zwangserkrankungen

    Angst und Furcht sind hilfreich. Sie schützen uns vor Gefahren, doch unsere Alarmanlage im Hirn meldet manchmal Gefahren, die unbegründet sind. Dann kommt es beispielsweise in bestimmten oder auch in unerwarteten Situationen zu Herzrasen, Schwindelgefühlen, Zittern oder Atemnot.

    Andere Formen von Angsterkrankungen sind, sich ständig Sorgen zu machen und zu grübeln oder auch Zwangsverhalten, wie z.B. ständiges Händewaschen oder Kontrollieren.

    Auch die Phobien gehören zu den Angsterkrankungen. Unter einer Phobie versteht man im Allgemeinen eine übersteigerte Angstreaktion gegenüber eindeutig definierten, objektiv betrachtet ungefährlichen Situationen oder Objekten. Besonders erwähnenswert sind hier die Agoraphobie, die soziale Phobie und die spezifischen Phobien.

    Bei einer Agoraphobie tritt ausgeprägte Angst/Furcht auf offenen Plätzen, in geschlossenen Räumen, beim Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel, in Menschenmengen oder bei dem Gedanken alleine außer Haus zu gehen, auf.

    Die spezifischen Phobien sind gekennzeichnet durch ausgeprägte Angst/Furcht vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation (z.B. vor Schlangen oder Spinnen, vor Höhe, vor dem Fliegen oder Blut zu sehen).

    Bei einer sozialen Phobie fürchtet sich die betroffene Person vor Situationen, in denen sie von anderen Menschen beurteilt werden könnte. Beispiele für solche gefürchteten Situationen sind  etwa Gespräche, Treffen mit unbekannten Personen, beim Essen oder Trinken beobachtet zu werden oder eine Rede zu halten. Das kann soweit gehen, dass die betroffene Person sich in ihrem Alltag und ihren Aktivitäten erheblich eingeschränkt fühlt. Angststörungen  sind häufige Erkrankungen, sie können jeden treffen, oft zeigen sich Zusammenhänge zu erheblicher Stressbelastung und Überarbeitung. Angsterkrankungen sind sehr gut und erfolgreich zu behandeln.


    Psychosen

    Die Bezeichnung Psychose ist ein Überbegriff für eine Reihe von psychischen Störungen, bei denen die Betroffenen den Bezug zur Realität verlieren. Sie nehmen ihre Umwelt anders wahr und verarbeiten und begreifen sie anders als Gesunde. Das Wesen der Betroffenen verändert sich, ohne dass sie in der Lage sind, dies zu erkennen. Das Krankheitsbild gestaltet sich sehr vielfältig, besonders häufig sind Halluzinationen, Wahnvorstellungen und schwerwiegende Denkstörungen. Die Betroffenen fühlen sich bspw. verfolgt und ausspioniert, hören Stimmen oder sehen Dinge, die nicht vorhanden sind. Neben medikamentöser Behandlung stehen verschiedene psychosoziale Therapieformen zur Verfügung.


    Persönlichkeitsstörungen

    Unter einer Persönlichkeitsstörung versteht man extreme Ausprägungen eines Persönlichkeitsstils mit starren, unflexiblen und unzweckmäßigen Persönlichkeitszügen. Dabei wird die Lebensqualität des Betroffenen stark beeinträchtigt, die Störung führt häufig zu subjektivem Leid oder zu Konflikten mit der Umwelt. Die typischen charakteristischen und stabilen Erfahrungs- und Verhaltensmuster der Betroffenen weichen deutlich von gesellschaftlich erwarteten und akzeptierten Normen ab (Bereiche der Impulskontrolle und Bedürfnisbefriedigung, Wahrnehmung und Interpretation von Dingen, Art des Umgangs mit Menschen und zwischenmenschlichen Beziehungen). Man spricht erst dann von einer Persönlichkeitsstörung, wenn die konfliktbehafteten Persönlichkeitszüge in Kindheit oder Adoleszenz auftreten und im Erwachsenenalter fortbestehen. Eine Persönlichkeitsstörung ist keine Folge anderer psychischer Erkrankungen. Organische Erkrankungen, Verletzungen oder deutliche Funktionsstörungen des Gehirns müssen als Ursache ausgeschlossen werden.

    Eine Form dieser Störung ist z.B. die Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ.
    Die Betroffenen neigen dazu, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, d.h., sie handeln oft launenhaft und unvorhersehbar. Weiter besteht die Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen. "Borderliner" pflegen oft intensive aber unbeständige Beziehungen, mit der Folge von emotionalen Krisen. Es folgen übertriebene Bemühungen das Verlassen werden zu vermeiden, sie reagieren mit Drohungen oder selbstschädigendem Verhalten. 


    Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen

    Akute Belastungsreaktion:

    Darunter versteht man eine vorübergehende Störung, die sich bei einem psychisch nicht dauerhaft vorbelasteten Menschen als Reaktion auf eine außergewöhnliche physische oder psychische Belastung entwickelt, und die im Allgemeinen innerhalb von Stunden oder Tagen wieder abklingt. Mögliche Auslöser einer akuten Belastungsreaktion sind der Tod einer nahestehenden Person, das Erleben von Unfällen oder das  Erfahren von Gewalt. Die Symptomatik zeigt meist ein gemischtes und wechselndes Bild, beginnend mit einer Art von "Betäubung", mit einer gewissen Bewusstseinseinengung und eingeschränkten Aufmerksamkeit, einer Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten und Desorientiertheit. Diesem Zustand kann ein weiteres Sichzurückziehen aus der Umweltsituation folgen oder aber ein Unruhezustand und Überaktivität (wie Fluchtreaktion). Trauer und Aggressionen sind Zeichen einer Akutphase, die sich meistens innerhalb von drei Tagen wieder zurückbilden. Körperliche Anzeichen panischer Angst wie Tachykardie, Schwitzen und Erröten treten auf. Die Symptome erscheinen im Allgemeinen innerhalb von Minuten nach dem belastenden Ereignis und gehen innerhalb von zwei oder drei Tagen, oft innerhalb von Stunden zurück.

    Posttraumatische Belastungsreaktion:

    Diese kann nach einem schweren Trauma auftreten, also nach einer sehr belastenden, außergewöhnlichen Situation, die beinahe  jeden Menschen erschüttern würde.
    Bei einem traumatischen Ereignis erlebt die betroffene Person ein belastendes Ereignis mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß. Das Leben oder die Gesundheit sind in ernster Gefahr. Gleichzeitig fühlt sich die betroffene Person ausgeliefert, hilflos und machtlos, es treten starke Ängste und  Verzweiflung auf.

    Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann sich aber nicht nur bei Personen entwickeln, die direkt von einem solchen Ereignis betroffen waren. Auch bei Augenzeugen, die entsprechende starke emotionale Reaktionen erleben, kann die Störung auftreten.

    Mögliche Ursachen für eine PTBS sind:

    Vergewaltigung
    Sexueller Missbrauch oder Misshandlung in der Kindheit
    Verbrechen, gewalttätige Angriffe auf die eigene Person
    Krieg, Gefangenschaft, Geiselnahme, Folter
    Terroranschläge
    Naturkatastrophen
    Schwerer Unfall
    Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung

    Die Symptome zeigen sich zeitlich verzögert, können teilweise noch Jahrzehnte später auftreten. Typisch sind sich aufdrängende belastende Erinnerungen an das Erlebnis. Schlafstörungen, Alpträume und Flashbacks. Die Betroffenen erleben eine emotionale Stumpfheit sowie Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit ihrer Umgebung und anderen Personenn gegenüber. Konzentrationsstörungen, übermäßige Wachsamkeit sowie Reizbarkeit und starke Empfindlichkeit können ebenfalls auftreten.

    Anpassungsstörungen:

    Diese hängt in der Regel zeitlich mit einer entscheidenden Lebensveränderung oder einem belastenden Lebensereignis zusammen, die die betroffene Person über einen längeren Zeitraum (max. jedoch 6 Monate) nicht akzeptieren kann. Häufige Ursachen und Auslöser sind Trennung/Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, Umzug oder Berentung. Die Symptome können sich ausdrücken durch Angst, Verzweiflung, Verbitterung und Depressivität. Auch Gefühle von Isolation, Bedrängnis und Traurigkeit können sich einstellen sowie der Eindruck, den alltäglichen Lebensaufgaben nicht mehr gewachsen zu sein.


     

    Suchterkrankungen

    Bei einer Sucht oder Abhängigkeit verspüren die Betroffenen nach wiederholtem Substanzgebrauch den starken/zwanghaften Drang die jeweilige Substanz (Alkohol, Tabak, Medikamente) zu konsumieren.
    Dies geht damit einher, dass es immer schwieriger wird, den Konsum zu kontrollieren oder die konsumierte Menge zu reduzieren. Schädliche Folgen weden in Kauf genommen. Der Gebrauch der Substanz steht im Vordergrund, hat Vorrang vor Verpflichtungen und anderen Aktivitäten. Im Verlauf entwickelt sich eine Toleranzentwicklung (Gewöhnung an einen Wirktstoff) und gelegentlich auch ein körperliches Entzugssyndrom (mit Zittern, Schwitzen, Übelkeit, Schlafstörungen u.Ä.)


    Demenzen
     
    Unter dem Begriff Demenzen versteht man Erkrankungsbilder, die meist Folge einer chronischen oder fortschreitenden Erkrankung des Gehirns sind. Funktionen wie Denken, Orientieren, Verstehen oder Erinnern gehen zunehmend verloren, was dazu führt, dass die Betroffenen in ihrem Alltag eingeschränkt sind und alltägliche Dinge nicht mehr eigenständig durchführen können.

    Die häufigste und bekannteste Form ist die Demenz vom Alzheimer Typ. Diese beginnt schleichend und entwickelt sich langsam über einen Zeitraum von Jahren. Meist beginnt sie mit einer Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses, gefolgt von verminderter Gedächtnisleistung und gemindertem Denkvermögen (Vergesslichkeit). Später sind auch Orientierung (Desorientierung, Weglaufen) und Urteilsfähigkeit betroffen, bis hin zum Verlust der Alltagskompetenz mit völliger Pflegeabhängigkeit. Eine Heilung ist nicht möglich, der Abbau der Hirnleistung kann unter Umständen aufgehalten werden, z.B. mit Medikamenten.

    Schlafstörung

    Leiden Sie unter Schlafstörungen? Liegen Sie stundenlang wach, grübeln und finden nicht zur Ruhe? Wachen Sie mehrmals in der Nacht auf?

    Hinter Schlafstörungen können sich ganz unterschiedliche Krankheiten verbergen. Dazu gehören Hormonschwankungen, Vitaminmangel, aber auch nächtliche Atemstörungen, seelische Belastungen bis hin zu Burnout und Depression.

    Bei fehlendem Schlaf werden die regenerierenden Vorgänge in Körper und Gehirn nachhaltig gestört, daher ist eine umfangreiche Untersuchung dringend erforderlich, um Ursachen zu beseitigen und zu behandeln.


    Störung der Sexualität

    Sexualstörungen können sowohl beim Mann, als auch bei der Frau auftreten.
    So zeichnen sich diese Störungen zum Beispiel durch Erektionsstörungen oder Orgasmusstörungen aus.

    Sexuelle Störungen können viele Ursachen haben, wie unverarbeitete psychische Konflikte oder auch Persönlichkeitsstörungen.